Akkordeonfreunde 1958 e. V. Oberhausen
Akkordeonfreunde 1958 e. V. Oberhausen
Über 50 Jahre Akkordeonfreunde Oberhausen
Gründungsmitglieder v.l.n.r. August Werner, Karl Schenk, Fritz Dittrich, Karl Benninger

Eine kleine Anzahl von Freunden gründete im Jahre 1958 unseren Verein. Es ist schön, dass einer dieser Vereinsgründer, Karl Schenk noch heute dabei ist. Die musikalische Leitung und die komplette Ausbildung übernahm Emil Heger und behielt dieses Amt bis zu seinem Tode 1982. Das Amt des Vorstandes übernahm damals Franz Werner. Während seiner Amtszeit wurde der Verein im Jahre 1961 beim Amtsgericht Philippsburg ins Vereinsregister eingetragen. Die Tatsache, dass dieser Verein von ein paar Freunden gegründet wurde, sollte auch im Vereinsnamen zu erkennen sein. Daher einigte man sich auf den Namen „Akkordeon-Freunde 1958 e.V. Oberhausen“.

1960 trat August Werner in den Verein ein. Von 1961 bis 1963 war er als 2. Vorsitzender tätig und übernahm 1964 den Vorsitz in unserem Verein. August Werner prägte über viele Jahre hinweg das Geschehen im Verein. Er war eine große Stütze und schuf prägende Strukturen und legte daher großen Wert auf die Ausbildung neuer junger Spieler und Veranstaltungen wie Sommerfeste und Weihnachtsfeiern. 1978 gab August Werner den Vorsitz ab und zog sich nach 14 jähriger Vorstandstätigkeit aus der Verwaltung zurück. Für seinen vorbildlichen Einsatz wurde er zum gleichen Zeitpunkt zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

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Die Nachfolge trat dann ab 1978 Lothar Siefert an. Er machte es sich zunächst zur Aufgabe, die bestehenden Fundamente zu festigen. Doch abgesehen von der bisherigen Ausbildung und den vereinsinternen Festen, wollte sich Lothar Siefert mit „seinem“ Verein noch mehr in der Öffentlichkeit präsentieren. Deshalb standen für ihn 3 Punkte an oberster Stelle: Jugendarbeit, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Die Idee von Lothar Siefert einen Arbeitskreis der Ortsvereine zu gründen, wurde von vielen Vereinen sehr begrüßt. Früchte daraus waren das alljährliche Straßenfest der Ortsvereine und der Sommertagsumzug. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, wie z.B. das Gemeinschaftskonzert mit dem Sängerbund Fidelia 1983, wuchs die Mitgliederzahl ständig an. Der unerwartete Tod unseres Dirigenten Emil Heger bedeutete einen großen Verlust für den Verein, dem er bis dahin 24 Jahre angehörte. Nachfolger wurde sein eigener Sohn, Alois Heger, welcher inzwischen schon Erfahrungen mit dem Jugendorchester gesammelt hatte. Es war jedoch keine leichte Aufgabe und auch kein leichter Einstieg als Dirigent des Erwachsenenorchesters, in dem er bis dahin als Spieler fungierte. Er musste zusammen mit dem Jugend- und Erwachsenenorchester gleich das Jubiläumskonzert 1983 vorbereiten.
Verwaltung im 25. Jubiläumsjahr 1983

steh. v.l.n.r. Rudi Dittrich (Beisitzer), Willibald Scholl (Vergnügungsausschuss), Hermann Scheuer (Beisitzer),

Martin Zieger (Beisitzer), Jürgen Berger (Vergnügungsausschuss), Walter Scholl (Schriftführer),

Max Wiesemann (2.Vorstand), Herbert Knebel (Beisitzer), Lothar Siefert (1.Vorstand)

sitz. v.l.n.r. Ludwig Ehringer (Beisitzer), Rosalinde Wiesemann (Kassenwartin), Marianne Siefert (Jugendwart),

Ruth Scholl (Beisitzer), Karl Benninger (Beisitzer)

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Nachdem Lothar Siefert 1985 das Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr weiter führen wollte, hatte der Verein niemanden, der dieses Amt übernahm. Aus diesem Grunde musste der „Notfallplan“ in Kraft treten: Für den Fall, dass niemand den Verein als 1. Vorsitzender leiten möchte, darf für ein Jahr ein Gremium die Vereinsführung gemeinsam übernehmen. Von dieser Sonderregelung machte der Verein dann im Jahre 1985 bis 1986 Gebrauch. Die gemeinsame Leitung des Vereins übernahmen deshalb Marianne Siefert, Josef Gäng und Siegfried Schott. Nachdem sich Marianne Siefert sehr gut auf das Amt der 1. Vorsitzenden vorbereitet hatte, übernahm sie diese Position ab 1986 alleine. Inzwischen wurde die Ausbildung, welche bisher nur für Kinder und Jugendliche angeboten wurde, ausgeweitet auf die Erwachsenen-Ausbildung. Was zu Beginn auf Anregung von Christa Dorn nur für vereinsinterne Frauen aus der Verwaltung gelten sollte, entwickelte sich durch eine Anzeige im Mitteilungsblatt zu einem richtigen Boom. Über 40 Musikfreunde im Alter zwischen ca. 25 und ca. 70 Jahren erfüllten sich darauf hin ihren Jugendtraum und wollten das Musizieren auf dem Akkordeon erlernen.

Mit dieser neuen Sparte waren die Akkordeon-Freunde Oberhausen der 1. Verein in Baden‑Württemberg, der eine Ausbildung für Erwachsene auf dem Akkordeon anbot.

Bis heute gibt es immer noch Erwachsene, die das Akkordeonspielen erlernen wollen. Maria Heinz leitet seit vielen Jahren die Ausbildung der erwachsenen Spieler, sowie das 2. Orchester, das sich ausschließlich aus Spielern zusammensetzt, die erst im Erwachsenenalter ihre Musikausbildung begonnen haben.

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Alois Heger trat 1987 aus beruflichen Gründen von seiner Tätigkeit als Dirigent und Ausbilder zurück. In Fritz Kappenstein fanden wir einen neuen Dirigenten, der nicht nur das 1. Orchester und Jugendorchester leitete, sondern auch noch ein neues Standbein des Vereins mitbegründete: die Keyboard-Ausbildung. Als Fritz Kappenstein 1999 seine Dirigententätigkeit beendete, konnten wir Alois Heger wieder für den Verein gewinnen. Er ist seitdem als Keyboard-Ausbilder tätig. Die Amtszeit von Marianne Siefert dauerte bis 1991. Sie organisierte mit der damaligen Verwaltung ein grandioses Fest zum 30 jähriges Bestehen des Vereins. In der Schulsporthalle wurde aus diesem Grunde nicht nur ein Konzert mit Akkordeon Musik, sondern zusätzlich ein Theaterstück und ein Männerballett von Vereinsmitgliedern aufgeführt. Es war ein tolles Fest, von dem in der Gemeinde Oberhausen-Rheinhausen noch lange gesprochen wurde.

Im Jahre 1991 stellte sich Marianne Siefert für Neuwahlen nicht mehr zur Verfügung. Erneut hatten wir dann wieder das Problem, dass niemand den 1. Vorsitz übernehmen wollte. Aus diesem Grunde übernahm wiederholt ein Dreiergremium gemeinsam den 1. Vorsitz. Erika Nissel, Ruth Scholl und Walter Scheuer leiteten den Verein von 1991 bis 1992. Ab 1992 traute sich Erika Nissel dieses Amt alleine zu, obwohl sie als neue Spielerin erst 1989 in unseren Verein eingetreten war. Der Verein hatte in ihr eine äußerst souveräne und vereinstreue Vorsitzende gefunden, die 10 Jahre lang dieses Amt behielt. Nur August Werner hatte mit 14 Jahren, als 1. Vorsitzender eine längere Amtszeit.

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2001 erklärte sich Cornelia Hambsch, die bisherige Schriftführerin bereit, den 1. Vorsitz im Verein zu übernehmen. Sie leitet den Verein nun bereits 9 Jahre und hat auch das Jubiläumsfest anlässlich des 50-jährigen Vereinsbestehens mit der Verwaltung vorbereitet. Im Jahre 2005 hatte der Verein eine schwierige Umstellung zu überstehen. Durch einen Dirigentenwechsel im Juli 2005 verlor das 1. Orchester die komplette Besetzung der 3. Stimme und war deshalb zunächst nicht mehr fähig Auftrittstermine wahr zu nehmen. Wir hatten Glück, dass wir bereits Anfang September mit Karlheinz Leicht einen neuen Dirigenten fanden. Bereits ein halbes Jahr später, im März 2006 führte Herr Leicht das schon ein Jahr im Voraus geplante Frühjahrskonzert durch. Obwohl die Vorbereitung durch Umbesetzungen in den Stimmen und Neuzugänge äußerst schwierig war, war das Konzert ein großer Erfolg. Das Orchester war froh, dass es wieder aufwärts ging. Auch das Konzert 2007, welches durch die Sängerin Heidi Scheurer bereichert wurde, stand dem von 2006 in nichts nach. Das Orchester erhielt außerdem noch Zuwachs aus der Keyboard Sparte. Drei neue Keyboard-Spieler gehören seitdem zur Stammbesetzung des Orchesters.

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2008 50 Jahre Akkordeonfreunde Oberhausen

Reihenfolge der 1. Vorstände

1958 – 1964 Werner Franz

1964 – 1978 Werner August

1978 – 1985 Siefert Lothar

1985 – 1986 Gremium: Siefert Marianne, Gäng Josef, Schott Siegfried

1986 – 1991 Siefert Marianne

1991 – 1992 Gremium: Nissel Erika, Scheuer Walter, Scholl Ruth

1992 – 2001 Nissel Erika

2001 – heute Hambsch Cornelia

Reihenfolge der Dirigenten-Tätigkeiten

1958 - 1982 Heger, Emil

1982 - 1987 Heger, Alois

1987 - 1999 Kappenstein, Fritz

1999 - 2005 Schlehuber, Gerhard

2005 - heute Leicht, Karlheinz